Insidertipp Thailand – Phrae

 
Phrae liegt im Norden Thailands – 200 Kilometer von Chiang Mai entfernt. Obwohl die Stadt 17.000 Einwohner hat, kommt sie uns eher wie ein kleines Dorf vor – ruhig und beschaulich. Der Nachtmarkt, der täglich geöffnet hat, ist alles andere als überlaufen. Selbst andere Touristen sucht man hier vergeblich – ein perfekter Rückzugsort im sonst so massentouristischen Thailand.

 
1. Klima & beste Reisezeit
2. Anreise
3. Fortbewegung
4. Aufenthaltsdauer
5. Übernachtung
6. Cafés & Restaurants
7. Die schönsten Sehenswürdigkeiten

 

1. Klima & beste Reisezeit

Die meisten Sonnenstunden (9-11 Stunden pro Tag) gibt es von Jänner bis Mai. Da jedoch die Regensaison im Mai beginnt ist es nur selten trocken. Die Niederschläge erreichen im Juli und August ihren Höhepunkt und werde bis Ende Oktober immer weniger. November und April sind die Übergangsmonate was den Regen betrifft und können mit 10-14 Regentagen pro Monat noch immer ganz schön nass sein. Die beste Reisezeit für Phrae fällt somit auf Dezember bis März. Die Temperaturen erreichen in diesen Monaten 28-29°C im Dezember und Jänner, sowie 33-35°C im Februar und März.

Wir waren im Februar im Norden Thailands unterwegs, unter anderem in Chiang Mai und Phrae. Wir hatten traumhaftes Wetter und können den Februar als Reisemonat daher nur bestens empfehlen.

 

2. Anreise

Von Chiang Mai:

Vom Chiang Mai Busbahnhof 3 fährt der Green Bus mehrmals täglich direkt nach Phrae. Die Fahrt dauert 4 Stunden.

Von Bangkok:

Von Bangkok aus dauert die Fahrt mit dem Bus nach Phrea 7 Stunden. Busse fahren von der Morchit Haltestelle ab. Diese erreichst du von der MRT Station Khampaeng Phet am besten mit dem Taxi.

 

3. Fortbewegung

Phrae ist weitläufig. Daher ist die gemütlichste Art die Stadt und ihre Umgebung zu erkunden ein fahrbarer Untersatz. Der Roller Verleih Be Bike ist einfach zu finden und absolut unkompliziert. Auf Wunsch kann man sich den Roller zum Hotel bringen und ihn von dort auch wieder abholen lassen. Pro Tag kostet ein Roller 250 Bath.

 

4. Aufenthaltsdauer

Wir haben 3 Tage in Phrae verbracht. Die Zeit reicht, um sich alle wichtigen und schönen Plätzchen dort anzusehen. Wenn wir jedoch gewusst hätten, dass uns der Norden Thailands so viel besser gefällt als der Süden, hätten wir noch ein paar Tage in Phrae drangehängt.  Am meisten haben wir in Phrae genossen, dass außer uns kaum Touristen dort waren. Außerdem sind die Tempel, die denen in Bangkok übrigens in absolut nichts nachstehen, wie leergefegt. Die Zeit in Phrae war für uns extrem entspannt – eben ein kleines Paradies abseits der Touristenpfade.

 

5. Übernachten

Das Baan I Inspire ist ein schönes und vor allem ruhiges Haus. Die Zimmer sind schlicht und modern eingerichtet und sehr sauber. Im Erdgeschoss gibt es eine große, helle Lobby, mit Holztisch und Bank, an dem man zumeist den Besitzer des Baan I Inspire antrifft. Er ist sehr freundlich und hilft gerne bei allen Anliegen. Sei es nun, ob er einem vom Bus abholt oder Tipps zu Sehenswürdigkeiten in und rund um Phrae gibt oder einem einfach sein Moped ausleiht.

 

6. Cafés & Restaurants

In Phrae gibt es viele gute und günstige Cafés. Dafür taten wir uns bei der Restaurantsuche etwas schwer. An unserem ersten Abend in Phrae haben wir im Rommaiyai Restaurant gegessen. Einmal und nie wieder! Solltest du, wie wir, nicht auf zähes, flachsiges Fleisch und Schlangenköpfe in deinem Curry stehen – dann ist das Restaurant garantiert nichts für dich.

 

Je Bar

Ganz anders jedoch ist es in der Je Bar. Sie liegt dem Wat Phong Sunan gleich gegenüber. Ein Frühstück dort lässt sich somit perfekt mit einem Tempelbesuch kombinieren. Die Vitrine der Je Bar platzt fast vor leckeren Kuchen, die im Gegensatz zu den Cafés in Chiang Mai und Bangkok richtig günstig sind. Das Café ist gemütlich eingerichtet und besitzt Wände aus blanken Ziegelsteinen in die große Fenster mit Holzflügel eingelassen sind – was den Räumlichkeiten noch mehr Charme verleiht. Ein junger Mann mit Spitznamen New führt das Café gemeinsam mit seinem Bruder. Er erklärt mir was hinter dem thailändischen Milk Tea steckt und zeigt mir welchen Tee ich kaufen muss, um ihn zu Hause selbst machen zu können. (Wenn dich das Rezept interessiert und du es gerne haben willst, hinterlass mir einfach einen Kommentar 😊)

 

Hug and Mug Coffee

Das Hug and Mug Café hat eine tolle, schattige Gartenterrasse. Aber auch der Innenbereich gleicht aufgrund seiner großen Fensterfronten mehr einem Wintergarten, als einem normalen Café. Der auffälligste Kuchen in der Vitrine ist der farbenfrohe Rainbow-Cake. Wenn du ein Fan von Götterspeise bist oder Kuchen mit Gelee magst, wirst du diesen Kuchen bestimmt lieben.

 

Be Leaf Café

Das Be Leaf Café liegt direkt beim Nachtmarkt von Phrea. Sofort als ich es betreten habe, habe ich mich pudelwohl gefühlt. Die vielen Pflanzen, die Wendeltreppe, die in den zweiten Stock führt und das viele Holz, das in den Möbeln verbaut wurde, machen das Café besonders einladend. Das Café hat eine große Auswahl an Heiß- und Kaltgetränken in petto, sowie süße Snacks. Der Mango Sticky Rice wird am Stand vor dem Café von einer älteren Dame frisch zubereitet und ist absolut empfehlenswert.

 

Phrae Night Market

Phraes Nachtmarkt ist klein und überschaubar. Es gibt vor allem Essenstände, wie den kleinen Crêpe Stand bei dem man Crêpes in Regenbogenfarben bekommt. Wer es noch ausgefallener mag, der bekommt sie auch schwarz eingefärbt. Gefüllt werden sie entweder süß oder pikant, je nachdem was einem lieber ist.

 

Pizza Company

Ab und zu darf es für uns auch international sein. Vor allem nach einer anstrengenden Tageswanderung, wie der zur Spitze der Doi Chiang Cliffs (siehe etwas weiter unten) ist das genau das Richtige. Einerseits, weil die Gerichte in Fast Food Läden immer richtig deftig sind – also genau das was wir nach so einem Tag brauchen, um unsere Batterien wieder aufzuladen. Andererseits wollten wir nach dem totalen Reinfall am ersten Abend einfach auf Nummer sicher gehen. Die Pizzen waren zwar super teuer aber dafür auch mega lecker.

 

7. Die schönsten Sehenswürdigkeiten

Wat Phong Sunan

Der Wat Phong Sunan besitzt zwei Hauptgebäude. Die Ordination Hall, die im traditionellen, thailändischen Stil erbaut wurde und der Prathat Phong Sunan Mongkhon. Er ist mit unzähligen weißen Stupas mit goldenen Schirmen besetzt. Einzigartig ist auch die riesige, goldene Schildkröte im hinteren Teil des Tempels, die auf ihrem Rücken eine Buddha-Statue trägt.

 

Wat Phra That Suthon Mongkhon Khiri – Geheimtipp

Der Wat Phra That Suthon Mongkhon Khiri ist ein neuer Tempel, an dem noch immer gebaut wird. Vor dem Hauptkomplex befindet sich eine riesige, liegende Buddha-Statue. Sie ist 98 Meter lang und trägt den Namen Phra Buddha Sai Yat. Was den Tempel aber wirklich zu etwas ganz Besonderen macht, sind die birmanischen und laotischen Einflüsse in seiner Architektur, sowie die Statuen im Lanna-Stil. Der Tempel beherbergt in seiner 22 Meter hohen, goldenen, burmesischen Pagode auch eine Relique Buddhas.

 

Namtok Huai Rong Waterfall – Geheimtipp

Anfangs war ich vom Namtok Huai Rong Wasserfall etwas enttäuscht. Seine vielen Terrassen waren nämlich alle staub trocken (Februar). Das hat sich jedoch prompt geändert, als ich sein kleines Geheimnis entdeckt habe. Du hast bestimmt schon einmal vom Sticky Waterfall in der Nähe von Chiang Mai gehört – auf dem man ohne Probleme laufen kann, weil seine Oberfläche nicht glitschig ist. Genau das ist auch beim Namtok Huai Rong Wasserfall möglich. Auch sein Gestein ist rauh, wodurch du an ihm ganz bis nach oben klettern kannst. Fahrzeit von Phrae zum Wasserfall: 1 Stunde

 

Phae Muang Phi Forest Park

Auf der Heimfahrt vom Namtok Huai Rong Wasserfall haben wir einen kleinen Abstecher zum Phae Muang Phi Forest Park gemacht. Ein Gebiet mit außergewöhnlichen Gesteinsformationen. Besonders hübsch anzusehen sind sie bei Sonnenuntergang, wenn die Abenröte sie orange leuchten lässt.

 

Doi Chiang Cliffs – Geheimtipp

Unser wohl größtes Abenteuer in Thailand war die Wanderung und der Aufstieg zu den Doi Chiang Cliffs. Ohne genau zu wissen wo wir mit der Wanderung starten müssen und wie die Route danach verläuft haben wir uns auf den Weg gemacht. Zu unserem Glück sind wir im Wald auf Mönche gestoßen, von denen uns einer den richtigen Weg gewiesen hat. Ansonsten hätten wir in dem Labyrinth aus Trampelpfaden die Doi Chiang Cliffs wohl nie gefunden. Nach einer vierstündigen Wanderung stehen wir dann aber endlich am Fuß dieser beeindruckenden Felsengruppe.

Schon viele die sich an ihnen versucht haben, haben nach kurzer Zeit aufgegeben. Als wir die ersten 30 Meter geklettert sind wissen wir auch warum. Links und rechts geht es meterweit in die Tiefe und die Felsen sind spitz und scharf wie Muschelschalen. Wir brauchen 40 Minuten bis zur Spitze. Die Aussicht dort oben ist aber einfach traumhaft, weshalb sich für uns die Sucherei und die Anstrengung definitiv gelohnt haben.

Das große aber: Klettererfahrung ist für das erklimmen der Doi Chiang Cliffs absolut notwendig. Wir empfehlen auch Kletterschuhe mitzunehmen. Handschuhe können aber aufgrund der spitzen Felsen auch nicht schaden. Wenn du noch nie oder nur 1-2 Mal geklettert und nicht schwindelfrei bist, solltest du auf dieses Abenteuer lieber verzichten.

 

Wenn du noch mehr über unsere Wanderung und den Aufstieg zu den Doi Chiang Cliffs erfahren möchtest, dann schau doch in meinem Artikel vorbei. >> COMING SOON

 

 

 

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