Japan – Off the beaten Track

 

Du möchtest in Japan abseits der Touristenpfade unterwegs sein und Dinge sehen, die herkömmliche Touristen normalerweise nicht zu Gesicht bekommen? Orte, die du in keinem Reiseführer findest und höchstens mit japanischen Ausflüglern teilen musst? Dann lass uns in Japan off the beaten Track unterwegs sein und  gemeinsam 5 außergewöhnliche Plätze, in Tokio, Kyoto und Osaka entdecken.

 

1. Osaka – Minoh Waterfall

Der Minoh Waterfall liegt im Herzen des Minoh Parks rund eine halbe Stunde von Osaka entfernt. Er ist 33 Meter hoch und 5 Meter breit. Zu ihm führt der rund 3 Kilometer lange Takimichi-Wanderweg, der sich entlang des Minoh Flusses bis zum Wasserfall schlängelt. Am Beginn der Wanderung kannst du traditionelle japanische Häuser sehen, die den Weg auf der linken Seite säumen. Und du wirst es nicht glauben, aber in Japan gibt es tatsächlich einen Tempel, in dem du für einen Gewinn im Glücksspiel bitten kannst. Genau dieser befindet sich ein Stückchen oberhalb der schönen, alten Berghäuser und trägt den Namen Ryuanji. Er gilt als Entstehungsort der heutigen Lotterien und wurde schon im Jahr 658 gegründet.

Bestimmt werden dir unterwegs auch die kleinen Stände auffallen, von denen ein verführerischer Duft ausgeht. Meist ältere Damen bereiten in ihnen eine ganz besondere lokale Spezialität zu, Momiji Tempura. Dabei handelt es sich um Ahornblätter, die in Tempura-Teig getaucht und dann frittiert werden. Auch wenn sie übertrieben teuer sind, solltest du sie zumindest einmal probieren.

Die beste Jahreszeit, um den Minoh Wasserfall zu besuchen ist laut den Japanern der November. Die saftig grünen Blätter der Ahornbäume wechseln im Herbst ihre Farbe und erstrahlen dann in wunderschönen Gelb- und Rottönen.

  • Minoh Waterfall Japan - Off the beaten Track - Open your Wings
    Minoh Waterfall
  • Affe im Minoh Park
    Affe im Minoh Park
  • Japan off the beaten track - Minoh Waterfall
    Minoh Waterfall
  • Japan - Off the beaten Track - Open your Wings
    Takimichi-Wanderweg
  • Japan - Off the beaten Track - Open your Wings
    Weg entlang des Minoh Flusses

 

 

2. Osaka – Instant Ramen Museum

Das Instant Ramen Museum, besser bekannt als Cupnoodles Museum, liegt etwas ausßerhalb von Osaka in der Stadt Ikeda. Obwohl es nicht direkt in der Millionenstadt liegt ist es einfach über die Hankyu-Takarazuka Linie erreichbar. Selbst von Bahnhof Ikeda sind es nur wenige Geminuten bis zum genialsten Museum, das wir je besucht haben. Was es so unfassbar cool macht ist, dass es auf interaktive Weise die Entstehungsgeschichte der Cup Noodles und seines Schöpfers Momofuku Ando erzählt. Beispielsweise kann man in der My Cupnoodle Factory seine eigene Instant Ramen Suppe kreieren, indem man seine Lieblingssuppenwürze und seine Lieblingstoppings aussucht. Mindestens genauso spannend ist es aber in der Chicken Ramen Factory selbst Ramen Nudeln herzustellen 🤩.

  • Chicken Ramen Factory
    Chicken Ramen Factory
  • Wir im Instant Ramen Museum
    Wir im Instant Ramen Museum
  • Meine selbst zusammengestellte Cup Noodle Soup
    Meine selbst zusammengestellte Cup Noodle Soup
  • Instant Noodles Tunnel
    Instant Noodles Tunnel
  • Japan - Off the beaten Track - Open your Wings
    My CUPNOODLE Factory

 

 

3. Kyoto – Sanzen-in Tempel

Der Sanzen-in-Tempel wurde vom bekannten japanischen Priester Saicho im 8 Jahrhundert gegründet. Saicho war ein buddhistischer Mönch, der in Japan die buddhistischen Tandai Sekte (Tendaishū) gründete, nachdem er im Jahr 804 am Tiantai-Berg in China die Tendai-Lehre studierte. Als er nach Japan zurückkehrte errichtete er den Enryakuji-Tempel auf dem Berg Hiei nahe Kyoto. Kurz darauf erhielt den Titel Dengyō Daishi. Der Standort des Tempels wurde mehrmals verlegt, bis er schließlich im Jahr 1871 seinen heutigen Platz im Dorf Ohara, im Nordosten von Kyoto, erhielt. Im Laufe der Zeit trug er auch verschiedene Namen, wie Kajii Monzeki oder Nashimoto Monzeki.  Erst bei seiner letzten Verlegung erhielt er  seinen heutigen Namen.

Folgt man dem Vorgegebenen Weg durch den Tempel landet man zuerst in der Guest Hall (Kyakuden), von deren Terrasse man in den wunderschönen Shuheki-en Garden blicken kann. Die Ojo-Gokuraku-In Hall beherbergt das wichtigste Heiligtum des Tempels – eine Statue von Amida, dem Buddha of the Western Paradise. Während du durch die verschiedenen Gärten schlenderst wirst du kleine, steinerne Statuen entdecken. Sie heißen Warabe-jizōs („warabe“: Kind) und gelten als Schutzpatronen für Kinder, sorgen für eine sichere Geburt und eine reibungslose Schwangerschaft.

  • Jizō im Sanzen-in Tempel
    Jizō im Sanzen-in Tempel
  • Amida Hall im Sanzen-in Tempel
    Amida Hall
  • Goten-mon Gate des Sanzen-in Tempel
    Goten-mon Gate
  • Japan - Off the beaten Track - Open your Wings
    Garten des Sanzen-in Tempels
  • Shuheki-en Garden des Sanzen-in Tempels
    Shuheki-en Garden
  • Jizō im Sanzen-in Tempel
    einer von vielen Jizō Figuren

 

 

4. Kyoto – Otagi Nenbutsu-ji Tempel

Der Otagi Nenbutsu-ji ist der Tempel in Kyoto, der in der Vergangenheit am öftesten durch Naturkatastrophen wie Taifune und Überschwemmungen heimgesucht und zerstört wurde. Ursprünglich stand er im kyotoer Bezirk Higashiyama. Die Halle und das Tor des Tempels wurden 1922 an ihren jetzigen Standort im Bezirk Arashiyama verlegt. Das faszinierendste an diesem Tempel sind die 1.200 Rakan. Steinerne Figuren, die von Pilgern gemeißelt wurden, die das Steinmetzhandwerk bei Kocho Nishimura erlernen wollten. Kocho Nishimura (1915-2003) war ein Bildhauer und Restaurator, der selbst Mönch war und zum Oberhaupt des Otagi Nenbutsu-ji Tempels ernannt wurde. Sein Sohn und sein Enkel, beide buddhistische Priester, halten an seinem Vermächtnis fest und setzten seine Vision der Vereinigung von Kunst und Religion fort, um die Lehren Buddhas zu ehren.

Im zweiten Sonntag im November findet im Otagi Nenbutsu-ji übrigens eines der wichtigsten religiösen Feste von Kyoto statt: das Autum Festival. Tengu 👺, mythische Wesen mit langen Nasen erscheinen aus den tiefen Wäldern Japans um die Menschen zu segnen, die den Jahreszeitenwechsel feiern.

  • 1200 steinerne Rakan Figuren
    1200 steinerne Rakan Figuren
  • Japan - Off the beaten track - Open your wings
    Rakan
  • Rakan im Sanzen-in Tempel
    kein Rakan gleicht dem anderen
  • Otagi Nenbutsu-ji Tempel
    Otagi Nenbutsu-ji Tempel

 

 

5. Tokyo – Rainbow Bridge und Odaiba

Die Rainbow Bridge verbindet die künstliche Insel Odaiba mit dem Shibaura-Pier. Offiziell heißt sie „Tokyo Bay Connector Bridge“. Ihren Beinamen Regenbogenbrücke hat sie erhalten, weil die tragenden Türme im Dezember nachts in den Farben des Regenbogens beleuchtet werden. Aber auch im restlichen Jahr ist sie Nachts ein echter Hingucker. Die Hängebrücke ist 798 Meter lang und du kannst sie sogar zu Fuß überqueren. Von einer Seite zur anderen benötigst du rund 30 Minuten. Die Fußgängerpromenade auf der Brücke schließt im Sommer um 21.00 Uhr, im Winter schon um 18.00 Uhr.

Odaiba wurde ursprünglich zur Abwehr von Seeangriffen errichtet. Heute hat die Insel 2 Gesichter einerseits ist sie ein beliebtes Einkaufs- und Vergnügungsviertel andererseits ein Rückzugsort vom stressigen Tokio. Eine Auszeit vom Trubel der Stadt findest du in den beiden Parks Shiokaze und Daiba, sowie dem Odaiba Beach und dem Oedo Onsen Monogatari. Du magst es doch etwas weniger ruhig? Dann bist du in den Einkaufs- und Unterhaltungskomplexen Aqua- und DiverCity oder im Digital Art Museum perfekt aufgehoben.

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    Rainbow Bridge Tokio
  • Odaiba Beach Tokio - Japan - Off the beaten Track - Open your Wings
    Odaiba Beach Tokio
  • Ferris Wheel Tokio
    Ferris Wheel
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    Familie picknickt im Daiba Park
  • Blick von der Rainbowbridge auf die Stadt
    Blick von der Rainbowbridge auf die Stadt
  • Daiba Park in Tokio Japan - Off the beaten Track - Open your Wings
    Daiba Park in Tokio

 

Japan off the beaten Track ist nicht genug – du möchtest natürlich auch die berühmten Sehenswürdigkeiten des Landes erleben. Deshalb habe ich hier noch mehr traumhafte Sights in Kyoto und Osaka für dich zusammengetragen. Viel Spaß beim Durchstöbern.

 

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