Unsere Tipps zur perfekten Reiseplanung

Würdet ihr gerne mal eine Reise auf eigene Faust machen, traut es euch aber nicht zu, weil ihr vielleicht gar nicht wisst, wo genau ihr mit eurer Planung anfangen sollt?
Dabei können wir euch helfen. Heute zeigen wir euch wie wir bei der Planung unserer Reisen vorgehen und welche Fragen wir uns im Vorfeld stellen.

 

Reiseplanung ja, aber wie?

1. Land festlegen
Bei der Entscheidung, in welches Land es gehen soll, spielen neben der besten Reisezeit und dem Budget auch andere Dinge, wie die Visabestimmungen, die Sicherheit im Land und allgemeine Informationen eine wichtige Rolle.

Jedes Land hat andere Visabestimmungen. Für manche Länder braucht man ein Visum, in andere darf man eine gewisse Zeit lang ohne Visum einreisen.  Auch die Aufenthaltsdauer variiert von Land zu Land. Am einfachsten ist es die Visabestimmungen auf der Internetseite des Außenministeriums (Österreich) oder des Auswertigen Amtes (Deutschland) herauszufinden. Dort findet man auch die Adressen aller Botschaften im In- und Ausland sowie aktuelle  Reisewarnungen.

Das führt uns gleich zum nächsten Thema, nämlich Sicherheit. In vielen Ländern gibt es Unruhen, vermehrte Terroranschläge oder es stehen Entführungen auf der Tagesordnung. Auch das sind Dinge, über die man sich im Vorfeld Gedanken machen sollte. Dabei sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Wie wichtig ist mir die Reise in dieses Land?
  • Ist es mir das Risiko wert?
  • Ist es mir möglich auf meiner Reise den Unruhen aus dem Weg zu gehen bzw. die Gebiete in denen die Gefahr besteht zu meiden?
  • Kann ich die Reise in dieses Land auch auf einen Zeitpunkt verschieben zu dem eine höhere Sicherheit gegeben ist?

Aber auch allgemeine Informationen über ein Land können dazu beitragen, ob dieses als Reiseziel in Frage kommt oder nicht. In vielen asiatischen Ländern wird beispielsweise der Besitz von Drogen streng bestraft. In den Medien hört man immer wieder von Fällen in denen Touristen Drogen untergeschoben und diese daraufhin verhaftet wurden. Viele Menschen haben genau von solchen Situationen Angst. Aber auch seltene Krankheiten und eine schlechte ärztliche Versorgung können ein Grund dafür sein ein anderes Reiseziel zu wählen.

https://www.bmeia.gv.at/
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Startseite_node.html

 

2. Flüge buchen
Hat man alle wichtigen Aspekte abgewogen und sich für eine Destination entschieden geht es daran die Flüge zu buchen. Und dabei gilt, je früher man bucht und je flexibler man dabei ist, desto besser. Wir empfehlen die Langstreckenflüge ca. ein halbes Jahr im Voraus zu buchen. Am allerbesten ist es, wenn man mit dem Abflug nicht an einen bestimmten Wochentag gebunden ist, denn an manchen Tagen, beispielsweise Freitag und Samstag, sind die Preise tendenziell höher als an Wochentagen. Man sollte daher immer die Preise mehrerer Airlines miteinander und auch die Preise einer Airline an verschiedenen Abflugtagen vergleichen. Auch kann man versuchen die Preise auf mehreren aufeinander folgenden Tagen bzw. mehrmals an einem Tag zu überprüfen. Oft ergeben sich da große Preisunterschiede.

 

3. Reiseführer und eventuell eine Landkarte kaufen
Wir sind sehr visuelle Typen. Daher achten wir beim Kauf des Reiseführers besonders darauf, dass viele Bilder enthalten sind. Denn schließlich möchten wir uns unter den Sehenswürdigkeiten und Orten ja auch etwas vorstellen können. Beschreibungen alleine sind meist nicht so aussagekräftig und wenn man dann die Namen aller Sehenswürdigkeiten in Google eingeben muss, um Fotos davon zu sehen, ist das sehr mühsam.
Falls im Reiseführer nicht schon vorhanden, kaufen wir auch gerne Landkarten dazu. Denn Landkarten können super hilfreich sein, um die Reiseroute festzulegen.

 

4. Überblick verschaffen und Sehenswürdigkeiten auswählen
Sobald wir den Reiseführer in den Händen halten, beginnen wir damit uns einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten und Orte zu verschaffen, die uns interessieren könnten. Dabei sind wie oben schon erwähnt Bilder sehr hilfreich. Denn durch die Fotos wissen wir genau, ob uns der  Ort gefällt oder nicht. Natürlich ist es auch gut vorab schon ein paar wichtige Infos darüber zu erhalten, aber bei uns treffen definitiv die Augen die Entscheidung. Wenn wir also eine Sehenswürdigkeit ausgewählt haben, die wir auf gar keinen Fall verpassen möchten, wird diese im Reiseführer mit einem Textmarker markiert. Man kann auch unterschiedliche Farben verwenden für Sachen, die man unbedingt sehen möchte und für welche, die man eventuell noch anschauen könnte, wenn noch genügend Zeit bleibt. So kann man mit den Farben leicht die Sights festlegen, die für einen Priorität haben.

 

5. Lage der Sehenswürdigkeiten herausfinden
Danach geht es daran zu recherchieren, wo genau im Land oder in welcher Stadt sich die Sehenswürdigkeiten befinden, die ihr favorisiert. Natürlich wird es kaum ein Reiseführer schaffen alle Sehenswürdigkeiten eines Landes in sich zu vereinen und auch Insiderinformationen sucht man dort oft vergeblich. Um also herauszufinden was es an einem bestimmten Ort noch alles zu sehen gibt, empfehlen wir den Namen des Gebiets oder der Stadt zusätzlich noch zu googeln. Dabei trifft man beispielsweise auf interessante Blogs, in denen die Blogger ihre Geheimtipps und Lieblingsplätze verraten.  Aber auch die Homepage der Stadt oder Pinterest kann Interessantes zu Tage fördern.

 

6. Ziele in Landkarte eintragen
Hat man nun die Gebiete und Städte festgelegt, die man besuchen möchte trägt man diese am besten in eine Landkarte ein. Dadurch kann man sich einen guten Überblick darüber verschaffen, wie weit die Orte voneinander entfernt liegen. Das ist wichtig um im nächsten Schritt die Route festlegen zu können.

 

7. Route festlegen
Manchmal gibt es nur eine Route die Sinn ergibt, beispielsweise bei Ländern wie Vietnam, die ziemlich lang gezogen sind. Bei diesen muss man dann nur entscheiden, ob man von Norden nach Süden oder von Süden nach Norden reisen möchte. In anderen Ländern wo die Sehenswürdigkeiten weiter verstreut liegen gestaltet sich das schon schwieriger.

Um hier eine Reiseroute zu erstellen, verwenden wir die Landkarte mit den darin eingezeichneten Zielen und beginnen damit zu schauen welche nahe beieinander liegen, denn diese werden wir logischerweise hintereinander besichtigen. Zusätzlich schauen wir uns an, welche Verbindungen es zwischen den unterschiedlichen Zielen gibt. Oft ergibt sich dadurch dann automatisch eine Route, weil es z.B. von Ort A zu Ort B keine Verbindung gibt, jedoch eine von Ort A zu Ort C und ausgehend von Ort C dann vielleicht auch eine zu Ort B.

 

8. Reisen mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln?
Beim Festlegen der Route stellt sich somit die Frage: „Welche Verkehrsmittel verwendet man?“

Wenn man das Land gerne per Mietauto bereisen möchte ist es notwendig sich vorab darüber zu informieren, ob es Ausländern überhaupt gestattet ist im Land ein Fahrzeug  zu lenken. Darüber hinaus ist es auch wichtig die Straßenverhältnisse im Land zu kennen und zu wissen, ob der eigene Führerschein ausreichend ist oder ob man einen internationalen braucht.

Wählt man das Mietauto, ist man, was die Route betrifft, sehr flexibel. Man muss sich an keine Abfahrtszeiten halten und auch nicht an die Strecken, die von den öffentlichen Verkehrsmitteln abgedeckt werden. Jedoch sollte man bedenken, dass die Distanzen mitunter sehr weit sein können und dass man dadurch sehr viel Zeit im Auto verbringt.

Jetzt werdet ihr bestimmt sagen, dass es von der Zeit her keinen großen Unterschied macht, ob man nun im Bus, Zug oder Auto sitzt.

Das stimmt zwar, aber die Tageszeit macht hier den Unterschied. Von zu Hause kennt man sie ja, Nachtzüge. Diese gibt es natürlich auch in anderen Ländern. Zudem gibt es neben dem Schlafzug in vielen asiatischen Ländern auch die Möglichkeit mit Nachtbussen zu fahren.  Dadurch schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Man spart Zeit, kommt hoffentlich ausgeruht am nächsten Tag am Ziel an und hat die Kosten für eine Unterkunft gespart.

Natürlich ist man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht so flexibel. Man muss die Verbindungen so nehmen, wie sie sind. Daher sollte man, wenn man sich für das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln entschieden hat vorab schon recherchieren welche Verkehrsmittel für welche Strecke zur Verfügung stehen und ob es überhaupt eine Verbindung zwischen den Orten gibt, die man ansteuern möchte.  Im Reiseführer findet man dazu oft grobe Angaben. Nämlich zum Beispiel nur, dass man eine bestimmte Strecke mit Bus, Zug oder Fähre zurücklegen kann. Manches Mal gibt es auch Seitenkästchen in denen bereits die Homepages der Betreiber aufgelistet sind oder es gibt ganz hinten im Reiseführer ein paar Seiten die sich mit dem Thema Verkehr beschäftigen. Sollte das nicht der Fall sein, sucht man am besten im Internet nach den jeweiligen Orten und bus, train oder ferry also z.B.: Yangon Mandalay bus. Wenn dann nicht sofort die Seite eines Busunternehmens erscheint, findet ihr zumindest Informationen darüber, ob es überhaupt eine Verbindung gibt. Dadurch könnt ihr diese Strecke bereits einplanen und vor Ort dann die Fahrzeiten abklären und die Tickets kaufen. Sollte es mal keine öffentliche Verbindung geben, gibt es noch immer die Möglichkeit ein privates Taxi zu organisieren, das euch hinbringt wo immer ihr wollt. Jedoch kostet das etwas mehr.

 

9. Zeitplanung
Je nachdem wie durchgeplant man seine Reise haben will, kann man sich als vorletzten Schritt überlegen wie viel Zeit man an einem Ort verbringen möchte. Dazu kann man sich anschauen, wie viele Sehenswürdigkeiten man besichtigen möchte und abschätzen wie lange die Besichtigung inklusive Anfahrtszeit, falls die Sehenswürdigkeit etwas abseits liegen sollte, dauern wird. Dieses Vorgehen kann man auf Wochen oder sogar auf Tage herunterbrechen und bekommt so einen immer detaillierteren Plan seiner Reise.

 

10. Passende Unterkünfte suchen
Für die Buchung eines Hotels oder Hostels verwenden wir gerne booking.com aber auch bei agoda.com findet man oft gute Angebote. Die erste Unterkunft, also die, die wir gleich nach unserer Ankunft im Land beziehen, buchen bzw. reservieren wir immer schon von zu Hause aus. Denn dadurch reduziert sich der Stress am Ankunftstag enorm. Auch wenn wir zwischendurch einen Strandaufenthalt planen suchen wir das Hotel gerne schon vor der Reise aus und buchen es. Das hat natürlich den Nachteil, dass man sich in seiner Flexibilität einschränkt. Man muss schließlich zur gebuchten Zeit im Hotel einchecken, um keine Verluste zu haben. Jedoch kann es einem so nicht passieren, dass das gewünschte Hotel bei der Ankunft ausgebucht ist. Was alle anderen Unterkünfte betrifft, gehen wir so vor, dass wir die Zimmer ein paar Tage bevor wir am nächsten Ort ankommen über z.B. booking.com reservieren. Das hat bis jetzt immer gut geklappt.

Wie so eine detaillierte Reiseplanung bei uns aussieht, seht ihr hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für kurze Reisen, in denen man möglichst viel sehen möchte, kann eine genaue Planung hilfreich sein. Denn je genauer man plant, desto weniger Zeit verschwendet man vor Ort mit der Recherche.
Man sollte sich selbst jedoch mit einem zu straffen Programm nicht zu stark einschränken. Es muss schließlich noch genügend Zeit bleiben, um auch mal bummeln zu gehen, einen Tag am Strand zu verbringen oder spontan Sachen anzuschauen, an denen man zufällig vorbeikommt oder von denen man vor Ort erfährt.

Das hier beschriebene Vorgehen soll euch nur die Bausteine zeigen die ihr verwenden könnt, um eure Reise zu planen. Dabei kann jeder selbst festlegen, wie detailliert er seinen Reiseplan haben möchte.

Viel Spaß beim Planen!

 

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