Shwe Yan Pyay Kloster – Von den Stimmen der Mönche erfüllt

Er sitzt im Lotus- Sitz, sein Körper ist weit nach vorne über ein Buch gebeugt. Seine Lippen bewegen sich leicht und aus seinem Mund ertönen leise die Lehren Buddhas. Seine Worte verschmelzen mit denen der anderen Mönche zu einer alles durchdringenden Melodie.

 

Das Kloster Shwe Yan Pyay wurde im 19 Jahrhundert von einem Prinzen aus Nyaung Shwe gebaut und befindet sich nur 2,5 km, welche schnell mit einem Fahrrad hinter sich gebracht werden können, davon entfernt.

In Nyaung Shwe kann man sich so gut wie an jeder Ecke ein Fahrrad oder Mountainbike leihen. Eine gute Adresse für Mountainbikes ist der Shop, Active & Authentic Travel & Tours von Nandar. Wir haben alle unsere Ausflüge auf den Inle See bei ihr gebucht und waren super zufrieden.

In den Sattel geschwungen fährt man Nyaung Shwes Hauptstrasse die Yone Gyi Street entlang und biegt dann in die Lanmadaw Road ein. Von nun an fährt man immer gerade aus durch eine schöne mit Bäumen gesäumte Straße mit Blick auf das rechts liegende Gewässer, Tharzi Pong, bis man das auf der linken Straßenseite liegende Kloster erreicht.

Das Kloster Shwe Yan Pyay wurde aus rot gestrichenem Teakholz gebaut und besticht neben seinen oben abgerundeten vor allem durch seine großen ovalen Fenster, welche für die hindurchblickenden und auch gerne mal für Touristen posierenden Novizen bekannt sind. Leider ist es ihnen heute nicht mehr erlaubt sich dort fotografieren zu lassen.

Wir betreten das Teakholzgebäude über die vordere, steinerne Treppe und finden uns in einem Raum mit vielen Säulen wieder, in der eine zentrale Plattform liegt und rund um eine große goldene Buddha Statue weitere unterschiedlich große Buddha Figuren beherbergt.

Als wir uns umgeschaut haben verlassen wir das Kloster kurz um uns auch die daneben liegende Pagode, Baw Ri That, etwas näher anzuschauen. Sie ist weiß und besitzt eine goldene mit Glöckchen behangene Stupa, die im Wind ihre sanften Klänge versprühen. Der Klang der Glöckchen soll die Buddhisten daran erinnern gutes zu tun bevor ihr Leben zu Ende geht.

Im inneren sind die Wände rot ausgemalt und in ihren Nischen befinden sich unzählige kleine Buddha Figuren. Dazwischen und darüber findet man unter anderem Bilder von tanzenden und reitenden Figuren die aus bunten Glassteinen gefertigt wurden.

Als wir ins Kloster zurückkehren sitzen am Boden ungefähr zwanzig junge Mönche und Novizen. Sie rezitieren die Lehren Buddhas aus ihren vor ihnen liegenden Büchern. Doch nicht alle von ihnen sind konzentriert. Manche bauen aus ihren Stiften ein stehendes Gerüst, andere flüstern sich gegenseitig etwas zu, bis nur mehr wenige von ihnen die Texte wiedergeben. Diejenigen von ihnen die immer noch bei der Sache sind wippen mit ihrem Oberkörper stetig vor und zurück. Möglicherweise ein Akt der ihnen bei ihrer Konzentration hilft. Wir schauen ihnen eine Weile zu und verlassen dann das Kloster.

Auf unserem Heimweg entdecken wir am Kanal eine Familie auf einem kleinen Steg. Die Frau ist gerade dabei die Wäsche zu waschen. Sie hängt die pitschnassen weißen Laken über ein Holzgestell und die Wassertropfen ergießen sich wie Regen auf den kleinen Steg auf dem sie sitzt. Unterdessen badet ihr Mann ihre kleine Tochter. Er hält sie fest unter ihren Armen und taucht sie bis zu den Schultern ins Wasser. Sie lacht und quietscht und hat sichtlich Spaß dabei. Ein schönes Bild als Abschluss eines schönen Tages.

 

 

 

 

Besucht am: 16.01.2017

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